SumpfNews Gießen Reiseführer für urbane und digitale Kultur -:- April 2010 -:- Liebe SumpfNews-LeserInnen, Gießen träumt von der Oberliga. Zumindest in der Kunst. Mit der aktuellen Ausstellung von Marcus Oehlen und Tim Berresheim in der Kunsthalle ist die Stadt auch auf einem guten Weg dorthin. Lediglich der Unterhaltungswert der Eröffnungsreden und -zeremonie spielt weiterhin in der Kreisklasse. Angenehm fand ich Datum und Uhrzeit der Eröffnung, nämlich Sonntags um 11. Am Nachmittag dann veranstaltete der Neue Kunstverein Gießen sein Künstlergespräch mit Jáchym Fleig. Diese, wohl dieses Mal zufällige Terminkonstellation, ergab einen spannenden "Kunstsonntag"; geplante Wiederholungen wären wünschenswert und sicherlich auch für Interessierte von Außerhalb ein Grund, nach Gießen zu kommen. Dann ist auch der Aufstieg in die Oberliga machbar. Die Gießener Filmwissenschaftlerin Maggie Thieme hat im Museu d’Art Contemporani de Barcelona (MACBA) für das Kulturmagazin Titel den Konzeptkünstler John Baldessari interviewt. Nachzulesen hier:
Diese Ausgabe im Archiv:
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Ausstellung Für seine Installation im Neuen Kunstverein Gießen verwendet Armin Hartenstein (* 1968, lebt in Düsseldorf) kleine Bildobjekte aus der Serie „mes amis de Emmanuel Bove“. Nicht nur die kleinen Tafeln, sondern auch die subtil veränderte Farbigkeit des Ausstellungsraumes begünstigen einen konzentrierten Blick in die scheinbare Tiefe der Miniaturen. Fundstücke unterschiedlichster Herkunft wurden montiert und mit unterschiedlichen Malmitteln bearbeitet. So entstanden zerklüftete Gebirgsketten und abgründige Landschaftsutopien, die sich trotz ihrer Kleinheit auf den ganzen Raum beziehen und die Frage nach der „Wirklichkeit des Bildes“ formulieren, indem sie sich als Teil der Realität behaupten.
Vorschau:
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Ausstellung Back to the roots? Marcus Oehlen wird oft im Kontext von Punk und den Neuen Wilden der Achtziger Jahre genannt. Die in den letzten Jahren entstandenen Objekte in der aktuellen Ausstellung "Radieschen & Erdnuss" gehen in ihren Bezügen aber weiter zurück. Psychedelic, Op Art und Hippiekultur kennzeichnen die mit bunten Schnüren umspannten Objekte. Allein dem "Oldie", dem 1984 erschaffenen "Pferd" bleibt es vorbehalten, den Zeitgeist der Achtziger zu vertreten. Die damaligen Gegensätze und Unvereinbarkeiten von Hippies und Punk sind dem 1975 geborenen Tim Berresheim sicherlich gleichgültig. Er wirft die Codes der Vergangenheit in einen Topf und versucht mittels digitaler Methoden "alte" Techniken an die Grenzen ihrer Umsetzbarkeit zu bringen. Die 2 x 3 Meter großen Siebdrucke der Serie „Wishing Radish (Silkscreen)“ visualisieren Loops und Algorithmen gleichermaßen wie Chaos und Freestyle, und bestechen durch hochaufgelöste High-End-Qualitäten. Am Sonntag, den 11.04. um 16 Uhr wird der Katalog zur Ausstellung präsentiert und Tim Berresheim betätigt sich als DJ. Oehlen und Berresheim werden von der in Köln ansässigen Galerie Hammelehle und Ahrens vertreten.
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Ausstellung
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Ausstellung F Ä S C H T M E E N J Ä K
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Ausstellung Constantin Scholz (Berlin), Sandip Shah (Frankfurt), Raul Gschrey (Frankfurt) Sonntag, 11. April 2010 21Uhr
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Ausstellung Nadin Maria Rüfenacht - Fotografie
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Ausstellung Niklas Goldbach | Nathalie Grenzhaeuser | Monica Ursina Jäger | Zhenchen Liu | Uriel Orlow | Julia Oschatz | Sandra Senn
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Ausstellung
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Ausstellung In der eigens für die aktuelle Ausstellung der Galerie im Blumenkübel entwickelten Arbeit, geht es der Künstlerin um die Idee des Wohnraums in ihrer Konfrontation mit seinen tatsächlich zu Grunde liegenden Strukturen. Hofmann übersetzt in ihrer aktuellen Arbeit für den Blumenkübel die gleichförmigen und unpersönlich wirkenden Außenansichten von Wohnkomplexen in graphisch reduzierte, fortlaufende Ornamente, die sie dann an Stelle von Wohnraum verschönernden Schmuckband-Tapeten im Innenraum der Galerie anbringt. Monotone Zeichenbewegungen und serielle Arbeitsweise transportieren dabei die äußeren visuellen Strukturen der Stadt ins Innere des Raums, wodurch deren auch hinter Gardinen und Fenstern normierende Präsenz zum Gegenstand der Wahrnehmung werden kann. (Text: toll.ffm) Es gibt auch eine "sechseckige Blumenkübelvariante" von toll in Montevideo
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Film Filmreihe Neuer Kunstverein zeigt:
Alec Guinness gibt in einer frühen Paraderolle den exzentrisch-bärbeissig-trinkfreudigen Maler Gulley Simpson - ein schillerndes Kleinod des britischen Nachkriegskinos, auch wenn das Wiehern bisweilen im Halse stecken bleiben mag.
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Film Das goEast-Symposium 2010 setzt sich mit der Tradition der Filmkomödie und ihrem Wandel in den letzten 50 Jahren auseinander. Die dreitägige Veranstaltung, die von einem umfangreichen Filmprogramm begleitet wird, behandelt die kreativen Kunst- und Kulturprozesses eines Genres, das im Laufe seiner Entwicklung immer wieder heftiger (staatlicher) Kritik, Repressionen und Verboten ausgesetzt war. Trotz dieser Beschränkungen – oder vielleicht Dank dieser Umstände – wurde gerade in diesem Genre im Verlauf des relativ kurzen osteuropäischen Sozialismus-Experiments viel erprobt. Es bildete sich eine große Bandbreite des Filmhumors heraus: Satire, verhaltene Sittenkomödien, erklärte screwball comedies, Parodien und Nachahmungen von Hollywood-Genres, politische Parabeln, absurde Zuspitzungen und Vulgärklamauk. Die Bürger schätzten die Möglichkeit zu lachen und genossen sie – ob über das System oder die Alltagsmiseren, menschliche Defekte oder veraltete nationale Brüche.
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Konzert Der Komponist Roman Pfeifer, der seit 2004 am ICEM (Institut für Computermusik und Elektronische Medien) unterrichtet, bringt neueste elektronische Musik aus dem Studio in Essen nach Frankfurt: Jonas Förster: Transmutation (2009)
Special zur Langen Nacht der Mussen:
Jeden vorletzten Donnerstag im Monat um 21 Uhr wird auf einer 6-Kanal-Anlage zeitgenössische, experimentelle elektronische Musik vorgestellt. Bernd Leukert, Michael Rebhahn (Musikwissenschaftler und Publizisten) und Hannes Seidl (Komponist und Laptop Performer) spielen experimentelle Musik von den Anfängen bis heute. Der Eintritt ist frei. Vor und nach den Konzerten ist die Acousmainbar geöffnet und lädt zum Diskutieren und Vertiefen des Gehörten ein.
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Konzert "Ein unverstärktes Konzert von mehreren Typen mit Gitarren die man sonst so nicht zu hören bekommt. ARLITOS WAY (Brutale Lagerfeuerromantik) / CPT. CRACKER (Berufsjugendlicher Therapeuten Folk) / FLOWY & MOSES (Fettarmer Hippie Hop). Eintritt: Unter Umständen verhandelbar." |
Konzert Georgi Kalaidjiev, Je-Yeon Shin (Violine), Yeorang Kim-Bachmann (Klavier), Anna Deyhle (Klarinette), Jörid Höfner (Viola), Evjeni Ganev (Klavier). Eintritt: frei |
Konzert 18.4. Morton Valence
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Konzert Liebi und andere Verbräche, vagabundische Volkslieder Mi. 07.04.2010 - 21 Uhr
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Clubbing LIVE
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Literatur Freie Bühne mit Pult für Vor Lesende im gelben HAUS mit blauer TÜR. |
Literatur findet an jedem zweiten Sonntag des Monats ab 20.15 Uhr statt. |
Ursendung Der Frankfurter Musiker und bildende Künstler Alfred Harth wohnt und arbeitet seit Jahren in Südkorea. Beim Rot-Festival trat er mit seinem Saxofon in einen Dialog mit dem Amerikaner Carl Stone, einem der Pioniere der elektronischen Musik. |
Kolumne liebe freunde der eierlegenden saeugetiere, da bisher keine konstruktiven vorschlaege zu einer verbesserung der lage im freigehege marktplatz und innenstadt eingegangen sind, habe ich nunmehr beschlossen bis zur aeussersten emigration zu gehen ... ich werd einfach in hundert jahren nachschauen, was aus dem elend geworden ist!
... naja, ich geh jetzt meine eier faerben und kraulen (auch wenn sie nicht so praechtig sein moegen, wie von diesem plastikkameraden:
ach, fast haette ichs vergessen: nur die besten wuensche zum 65., harry, du dunkle lichtgestalt!!!
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Comic von AE
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WWW In der letzten Ausgabe habe ich bereits Papergirl 2010 erwähnt. Komplettieren möchte ich das mit einem Hinweis auf Papergirls "Schwestern" in Bukarest und New York. News im Papergirl-Worldblog
Der Katalog der art KARLSRUHE 2010 online
Ausgabe 10 von Arnolfini Mini(e)MailArt, diesmal zum Thema Silhuettes
Romanian Stencil Archiv
Videointerview-Serie mit Pionieren der Netzkultur
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WWW presents at april 2010: Jan-Willem Doornenbal – De blauwe man MOMCA – Mobile Online Museum of Contenporary Art is looking for submissions from artists throughout the world. I am asking individual artists to submit digital artworks to show on www.momca.de - website for mobile devices like cell phones.
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Realitäten Graffiti aus den späten 1990er-Jahren in der Moltkestrasse Gießen
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