Öffentliche Führung zu den Objekten des 3. Gießener Bildhauersymposions in und um das neue Stadthaus, Sa. 30.05.2009, 15 Uhr

Symposion 1

Künstlerin: Claudia Pense

 

Symposion 2

Wenn auch aus Stahl so doch der "Stein" des Anstoßes. Diese Figur soll an Oberhessen erinnern, die im 19. Jahrhundert nach Paris gingen, um Strassenfeger zu werden.
Sie erweitert die "Neuen Gießener Peinlichkeiten" nach Trauernder Witwe und Schlammbeisser an exponierter Stelle im Stadtbild um ein weiteres Exemplar .

Künstler: Ulrich Barnickel

 

Symposion 3

Humorige Skulptur an der Rückseite des Stadthauses. Künstler: Robert Mayr.

 

Symposion 4

Künstler: Alf Becker

 

Symposion 5

Begleittext zum Objekt: "Ausgehend von dem Gedanken, dass mit dem Neubau des Stadthauses allen Einwohnern der Universitätsstadt Gießen ein politisches, administratives und kulturelles Zentrum zur Verfügung stehen soll, das allen Eintretenden Unterstützung, Hilfestellung und Rat gewährt, war der Anspruch für das zu gestaltende Kunstwerk frühzeitig formuliert. Angelika Summas "Kugel für Haltsuchende" erfüllt diesen Anspruch an das Gebäude auf sinnfällige Weise:
Die Kugel für Haltsuchende hat eine runde Form und deshalb keine bevorzugte Schauseite – alle Ansichten sind gleichgewichtig und gleichbedeutend, wie die Menschen, die das Stadthaus betreten. Die Kugel, wer will darf auch an den Erdball denken, wurde aus Baustahl geschweißt. In Betonbauten, wie dem Stadthaus, geben Bewehreisen die nötige Stabilität. In ähnlicher Weise bietet die aus "Haltegriffen" bestehende Kugel jedem Hilfesuchenden symbolischen Halt. Die feingliedrige durchsichtige Struktur des Kunstobjekts korrespondiert mit der offenen Architektur des Atriums, das Einblicke in die Büros gewährt, in denen Menschen tätig sind, an die sich die "Haltsuchenden" wenden können."

Die Kritik einiger Diskutierenden an diesem Werk läßt sich mit dem Wort "Sozialkitsch" treffend zusammenfassen. Mich erinnert der formulierte Selbstanspruch sehr an die staatliche Auftragskunst unserer "Vorfahren" aus der DDR.

 

 

Symposion 6

Begleittext zum Objekt: "Bereits während der ersten Rathausbegehung war Martine Andernach von der Tatsache begeistert, dass auch die Stadtbibiliothek in den neuen Räumen Platz finden soll. Sofort dachte die Künstlerin an eine Umsetzung zum Thema "Buch". Anregung für die formale Gestaltung des Wandobjekts bot die Konstruktion der Treppe mit Zwischenpodest, die als vermitelndes Element von einer Etage zur anderen führt. In gleicher Weise dient das Buch als verbindendes Element, um Gedanken zwischen Autor und Leser zu vermitteln …"

Ein Kunstwerk, das wohl von allen Seiten positiv aufgenommen wurde.