GIGUK -:- Gießen VideoArt Festival

 

GIGUK 2010 – CALL FOR VIDEOART

TEILNAHMEBEDINGUNGEN
Beim GIGUK VideoArt Festival kann jede/r mitmachen. es gibt keine Altersbeschränkung. Die Teilnahme ist kostenlos. Das Festival findet statt am Samstag, den 30. Oktober 2010. Es gibt keine thematische Vorgabe für die Teilnahme. Unerwünscht sind Werbevideos für kommerzielle Produkte sowie selbstverständlich alle kinderpornografischen, rassistischen, menschenverachtenden oder diskriminierenden Inhalte.

KATEGORIEN
Es können Videoarbeiten in 2 Kategorien eingereicht werden:
Clips : Videoarbeiten aller Art bis zu einer Länge von 7 Minuten. Jede/r Teilnehmende kann nur 1 Arbeit einreichen
One Minutes : Videoarbeiten aller Art bis zu einer Länge von 60 Sekunden. Jede/r Teilnehmende kann in dieser Kategorie maximal 3 Beiträge einreichen.

Aus den Einsendungen wählt die Prejury 25 Clips und 30 One Minutes für das Festival aus. Die Entscheidung der Prejury wird Ende September per Email mitgeteilt.

“GIESSEN QUOTE”
Um die Attraktivität für das regionale Publikum zu steigern, werden in jeder Kategorie min. 5 Arbeiten einheimischer Videokünstler vertreten sein.

EINREICHUNG & TECHNISCHE SPEZIFIKATION
Jedes Video muß über das Online-Formular angemeldet werden und per Post auf CD/DVD zugesandt werden. Bitte einen unterschriebenen Ausdruck des Anmeldeformulars beifügen.
• Format: DVD oder avi oder mpeg; Farbsystem PAL
• (mini)DV or HDV tapes, Hi-8, digital Hi-8, DVCPRO oder Betacam können NICHT berücksichtigt werden
• Arbeiten, die eine andere Sprache als Deutsch oder Englisch verwenden, sollten mit deutschen oder englischen Untertiteln eingereicht werden, sofern die Sprache für das Verstehen des Werkes von Bedeutung ist.

EINSENDESCHLUSS: 15. August 2010
Einsendungen, die nach dem 15.8.2010 eintreffen, können nicht berücksichtigt werden.

-:- Adresse für Einsendungen 
Bureau Wolfwerke
GIGUK Gießen VideoArt Festival
Wolf D. Schreiber
Landgraf-Philipp-Platz 9
35390 Gießen
GERMANY

RECHTLICHES
Der Teilnehmer verpflichtet sich dazu, keine Persönlichkeitsrechte und Urheberrechte zu verletzen. Jeder Teilnehmer ist verpflichtet, jegliche Rechte des verwendeten Bild- und Tonmaterials zu besitzen oder die Genehmigung zur Verwendung vorweisen zu können. Das Video darf keine kinderpornografischen, rassistischen, menschenverachtenden oder diskriminierenden Inhalte transportieren. Der Veranstalter haftet für keine der beschriebenen Rechtsverletzungen, die Haftung liegt beim Teilnehmer.
Der Teilnehmer erklärt sich damit einverstanden, das sein Video oder Ausschnitte sowie Screenshots davon gebenenfalls für Promotionzwecke des Festivals online oder offline verwendet wird. Arbeiten, die von der Jury prämiert werden, werden in voller Länge für einen Zeitraum von 2 Monaten nach dem Festival auf der WebSite www.giguk.de veröffentlicht.
Hiervon ausgenommen ist jegliche kommerzielle Verwendung.

WÜNSCHENSWERTES 
Bitte lizensieren Sie Ihre Videoarbeit unter der Creative Commons License.
www.creativecommons.org

RÜCKSENDUNG
Die eingereichten Arbeiten werden nicht zurückgesandt und werden archiviert.

FINANZIELLES
GIGUK ist ein Low-Budget-Festival. Die Teilnahme ist frei von Gebühren. Den Teilnehmern können keine Honorare gezahlt werden. Kosten für die Anreise zum Festival können nicht erstattet werden. Wir freuen uns natürlich sehr, wenn Teilnehmer das Festival besuchen möchten und werden uns auf Anfrage bemühen, private, kostenfreie Übernachtungsmöglichkeiten zu organisieren.
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KRITERIEN DER JURY
Es handelt sich um ein Festival, das für Produktionen verschiedener Art offen ist. Daraus ergibt sich für die Jurierung das Problem, dass Arbeiten miteinander verglichen werden müssen, die evtl. nur schwer vergleichbar sind. Die Festlegung von Kategorien würde das nicht besser machen, da viele Videos mehreren entsprechen würden.
Die Jury hat daher entschieden, dass für jede Arbeit von dem/der Einreichenden eine der folgenden Ausrichtungen als Schwerpunkt für die Bewertung benannt werden muss. Ihr ist klar, dass bei den meisten Arbeiten mehrere Aspekte eine Rolle spielen werden. Es geht daher nicht darum, die anderen Aspekte auszuschließen, sondern dem/der Einsendenden die Möglichkeit zu geben, einen davon als Leitkriterium zu bestimmen:
– visuelle Erfahrung
– politisch-gesellschaftliche Aussage
– narrativer Prozess
– Kohärenz zwischen visueller und auditiver Ebene
– konzeptionelle Ebene (z.B. Verhältnis zu Kunstdiskursen)

Die Jury bewertet die Videos nach folgenden Kriterien:
Originalität von Idee oder Konzept
Gefühl für Komposition und Gefühl für Rhythmus
Narration:
 Sofern es einen narrativen Verlauf gibt, überzeugt diese Erzählung an sich und ist sie stimmig umgesetzt?
Verhältnismäßigkeit der Mittel und Verhältnis zwischen handwerklicher Qualität und Anspruch:
Für beides gilt, dass ein geringer technischer Aufwand ebenso wie mangelndes handwerkliches Können nicht unbedingt negativ sind, sofern damit bewusst umgegangen wird oder diese Aspekte in der Art der Arbeit offensichtlich keine Rolle spielen; umgekehrt können Aufwand und Beherrschung der Mittel natürlich notwendig sein, wenn eine Idee erst dadurch überzeugende Gestalt gewinnt. Technische und handwerkliche Perfektion alleine beeindruckt uns allerdings auch nicht.
Zeitnutzung: Dieses Kriterium gilt zusätzlich für die OneMinutes – wie gut und wie zeitgenau wurde mit der sehr überschaubaren Spanne von 60 Sekunden gearbeitet? 60 Sekunden Vorgabe sollen auch 60 visuelle Echtsekunden sein.

Application Form:
http://wolfwerke.de/GIGUK/blog/data2010/

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GIGUK 2009
Am Samstag, 31. Oktober 2009 fand die erste Ausgabe von GIGUK statt. Über 130 ZuschauerInnen haben das Festival besucht. Im Wettbewerbsprogramm gab es 26 Clips (Kurzvideos bis 10 Minuten Länge) und 43 One Minutes zu sehen. Außerdem 14 weitere Filme im sogenannten Spezialprogramm sowie BestOf-Compilations des One Minute Festivals Aarau/Schweiz und des 100 Seconds Festival (Massachusetts/USA). Im Foyer begeisterte die Installation "Schnittraum I" von Andrea Malkmus. Die Zeit während der Stimmenauszählung für die Publikumspreise überbrückte Prinzessin Lotte vom Künstlerduo San Siro mit einer Tanzeinlage.

Und so wurden die Preise vergeben:

Die Jurypreise
in der Kategorie "One Minutes":

1. Preis – Eric Hynynen "The Finn" (Finnland)
2. Preis – Charlotte Scheer "Ohne Worte" (Berlin)
3. Preis – Lukas Matejka "Digital Sculler" (Slowakei)

In der Kategorie "Clips" wurde der erste Preis geteilt an zwei Arbeiten vergeben, der dritte Preis entfällt:

1. Preis – Scheri Zamankhan "i ran in the arms of freedom" (Langgöns/Deutschland)
UND
1. Preis – Neil Ira Needleman "Chinese Wedding Dancer" (USA)
2. Preis – Gruppefisch "niland 1" (Spanien)

Der Publikumspreis bei den One Minutes ging an Charlotte Scheer mit "Ohne Worte" sowie an Scheri Zamankhan mit "I ran in the arms of freedom" in der Kategorie Clips.

-:- Statement der Jury

"Die Jury traf ihre Wahl aus 43 Arbeiten in der Kategorie "One Minutes" bzw. 25 Arbeiten in der Kategorie "Clips", die ihr (nach der Jury unbekannten Kriterien) vorselektiert aus insgesamt 60 Einsendungen ("One Minutes") bzw. 150 Einsendungen ("Clips") vom Veranstalter zur Verfügung gestellt wurden.

Die Ausschreibung zur Teilnahme am Wettbewerb erfolgte ohne Nennung von Kriterien mit Ausnahme der maximalen Länge für Videos in den beiden Kategorien. Entsprechend zeigten sich die gesichteten Arbeiten als so disparat in Sujet, Stil, Machart, Professionalität und technischer Qualität, dass die Auswahl eines einzigen Preisträgers je Kategorie der Jury nicht angemessen schien und jeweils drei Videos ausgezeichnet wurden. Aufgrund der Unterschiedlichkeit war ein entscheidendes Kriterium für die Beurteilung, wie gut die Umsetzung des jedem Video eigenen Konzeptes oder Zieles gelungen war – bzw. dessen, was die Jury als solches in jedem Video zu erkennen meinte. Zusätzliche Informationen über die Arbeiten oder ihre Autor/innen wurden von der Jury nicht hinzugezogen, die Bewertung erfolgte ausschliesslich anhand der Sichtung der Arbeiten.

Die Jury benennt folgende Arbeiten für die Preise in der Kategorie "One Minutes":

1. Preis – Eric Hynynen "The Finn"
2. Preis – Charlotte Scheer "Ohne Worte"
3. Preis – Lukas Matejka "Digital Sculler"

In der Kategorie "Clips" wird der erste Preis geteilt an zwei Arbeiten vergeben, der dritte Preis entfällt:

1. Preis – Scheri Zamankhan "i ran in the arms of freedom"
UND
1. Preis – Neil Ira Needleman "Chinese Wedding Dancer"
2. Preis – Marius Leneweit "niland 1"

Begründungen

Kategorie "One Minutes" 1. Preis –
Eric Hynynen "The Finn" (Finnland)

Tiefster nordisch-existentieller Schmerz, das Drama eines Menschen, eines Hundes, eines Volkes in 45 Sekunden – gerade genug Verzögerung, bis man merkt: dieses Video ist zum Schreien komisch. Es ist das, weil ihm gelingt, mit Feingefühl und Genauigkeit im Einsatz einfachster Mittel sowohl das Stereotyp eines Volkscharakters als auch die Methoden der filmischen Inszenierung von Schwermut zu kondensieren.

Der Finne, das weiß man im übrigen Europa, trinkt viel, weil alles so dunkel und tragisch ist da oben. Ist man durch mit diesen Sekunden absoluter Verlassenheit, dann lacht man zunächst über Figur und Vorurteil und darüber, wie man beim Betrachten selbst zuerst dem einfachen Reiz der Schwermut erlegen ist.

Aber die Qualität der Arbeit geht über das inhaltlich Dargestellte hinaus. Formal operiert sie in Anlehnung an Inszenierungstraditionen des "großen Kinos": in der Wahl der Bildausschnitte, dem Einsatz von Slow Motion und der Kamerafahrt am Ende. Erst dadurch erreicht die Arbeit mit den Spielzeugfiguren eine Qualität und Wirkung, die sich substantiell unterscheidet von der zahlloser, oberflächlich ähnlich erscheinender Videos, wie man sie z.B. auf YouTube findet.

Das Video läßt den Betrachter durch seine Feinfühligkeit für die Inszenierung und die Reduktion auf das Nötigste zurück mit der Essenz des Vorgeführten. Deswegen kann man sich "The Finn" immer wieder ansehen, und seine Qualität bleibt.

Kategorie "One Minutes" 2. Preis – Charlotte Scheer "Ohne Worte" (Deutschland)

"Ohne Worte" modernisiert geschickt einen Stil grafischer Animation, der schon in seinem historischen Vorbild, "Monty Python's Flying Circus", bewusst antiquiert ist, mit videografischen Mitteln. In dieser Kombination kommt beides etwas widerstrebend zusammen, und gerade darin liegt der besondere Reiz dieser Ästhetik.

Das Video erzeugt in Bild und Ton einen Strom surrealer Ereignisse, eine rasende Collage, die die Entschlüsselungs- und Deutungslust des Betrachters weckt. Man möchte das Video in seine Stationen zerlegen, um zu erkennen, wie sich seine Teile zum Ganzen verhalten, oder die Frage stellen: „Frau Scheer, wie haben Sie das gemacht?“ – und das wäre keine Frage nach der Technik, sondern eine nach der Umsetzung von Gedanken in laufende Bilder.

Kategorie "One Minutes" 3. Preis –
Lukas Matejka "Digital Sculler" (Slowakei)

"Digital Sculler" entfaltet in einer kurzen Sequenz die mehrfache Wandlung einer Szene durch das Aufschließen ihres Kontextes – visuell des situativen, konzeptionell des von Realität und Virtualität, darüber hinaus vielleicht des der Imagination, sich selber mit gleichmäßigem Schlag auf dem Wasser zu bewegen –, und führt den Betrachter so durch immer neue Bezüge im Gesehenen.

Das Video erreicht in seinen Bildern gerade in deren Kühle und Technizität eine bemerkenswerte poetische Qualität; die Musik ist demgegenüber nur eine zu glatte, effektheischende Begleitung. Die Arbeit zeigt einen dramaturgisch genau balancierten Umgang mit dem Zeitrahmen von 60 Sekunden und ein erhebliches Gefühl für einen Rhythmus, der gerade im Gleichmaß des Fortschreitens der Minute den kraftvollen Takt der Ruderer aufnimmt und so die Spannung zwischen deren Energie und der Ruhe der Gesamtsituation hält.

Die Jury bemängelt ausdrücklich die Texteinblendung am Schluß, die der Kraft der (audio)visuellen Inszenierung der Arbeit durch das Hinzufügen eines unnötigen und bedeutungsschwangeren Elementes nur schadet (das zudem auf längst erledigte Diskurse verweist).

Kategorie "Clips" 1. Preis –
Scheri Zamankhan "i ran in the arms of freedom" (Deutschland)

Auf den ersten Blick setzt "i ran in the arms of freedom" nur einige eindeutige, abgenutzte Symbole politischer Kritik mit ungehobelten Schnitten und simplen Effekten ins Bild – und schliesst gerade in dieser Kombination beidem Potentiale auf, die alle Jurymitglieder überrascht haben. Dadurch, dass man beim Betrachten in ein Pendeln zwischen Deutlichkeit der Aussage und Sprödigkeit seiner Machart gelangt, erreicht das Video über seinen inhaltlichen Bezug hinaus eine universellere ästhetische Qualität.

Das gelingt auch, weil sich hinter der rohen Machart immer wieder ein hohes Rhythmusempfinden in der Komposition der Loops und Sequenzen zeigt. So eingesetzt, verweisen die verwendeten Gesten und Bilder über ihre unmittelbare Symbolik hinaus auch darauf, dass sie im "alltäglichen" Protesteinsatz zumindest in der westlichen Welt längst zu bleichen Abziehbildern geworden sind. Das Video problematisiert damit auch gängige Formen des Protestierens. Seine konkrete Botschaft tritt dadurch nicht nur nicht zurück; durch diese Transformation abgenutzter Symbole verleiht es ihnen erst Recht neues Gewicht.

Mit seinem ungefilterten Ton der isolierten Aufnahmesituation und der bildlich kontextlosen Darstellerin unterstreicht "i ran in the arms of freedom" zudem, dass es sich um ein artifizielles Medien-Werk handelt, und verweist damit auf die Relativität zwischen medialen Darstellungen und realen Ereignissen.

Aufgrund der Machart sind Mängel in der Produktion in den Gesamteindruck integrierbar und beeinträchtigen ihn nicht wesentlich; eine technisch bessere Qualität in der Erstellung des Ausgangsmaterials hätte dem Video dennoch gut getan.

Die Jury konnte sich auf dieses Video nicht als alleinigen Träger des 1. Preises einigen, weil eines ihrer Mitglieder eine so herausgehobene Position angesichts des eindeutigen und auf konkrete Umstände (Iran) bezogenen polit-agitatorischen Charakters der Arbeit nicht angemessen fand.

Kategorie "Clips" 1. Preis –
Neil Ira Needleman "Chinese Wedding Dancer" (USA)

"Chinese Wedding Dancer" generiert unvermutete visuelle und auditive Qualitäten aus wenigen Sekunden eines absolut trivialen Videomaterial – einem für den Anlass einer Hochzeit typischen, von ästhetischem Bewusstsein oder handwerklichen Kenntnissen völlig unbelasteten Produkt. Mit dem mechanischen Anwenden einer absolut simplen Looptechnik schafft das Video eine quälend-faszinierende Ästhetik, die nach einer Gewöhnungsphase auch eine hypnotischen, meditativen Qualität entfaltet. Die in Partikel zerlegte Bewegung kommt in einen eigenen Fluss, der dem der ursprünglich gefilmten, organischen Bewegung geradezu entgegengesetzt ist.

Bemängelt werden von einzelnen Jurymitgliedern Ungenauigkeiten in der Auswahl der zugrundeliegenden Videosequenz sowie technische Defizite, die trotz ihres "konzeptionellen Hintergrundes" (Ausgangsmaterial stammt wohl von hochzeitstypischer Billig-Kamera) mitunter stören.

Kategorie "Clips" 2. Preis –
Marius Leneweit "niland 1" (Spanien)

Das Video spielt souverän mit dem Aufeinanderstoßen zweier Sphären, Überwasser und Unterwasser, und dem Übergang dazwischen. Dabei sind gegenständlicher Gehalt und abstrakte Qualitäten der Bilder in einem visuellen Rausch verschränkt, der durch den reduzierten, aber eindringlichen Soundtrack noch verstärkt wird.

Das Video pendelt zwischen dem Verharren in einer der Sphären und dem Überschreiten bzw. Durchbrechen der Grenze zwischen beiden. Während letzteres als dramatisch, ja fast gewalttätig inszeniert ist, visuell wie im Dargestellten, scheint das Verharren leicht und ruhig – und zieht den Betrachter so in eine trügerische Gewissheit, bis er sich woanders findet, als er angenommen hatte. Das einfache Verkehren von oben und unten geht weit über ein Spiel mit optischen Täuschungen hinaus, es führt in eine schwerelos-unsichere Welt, eine Zwischenwelt von surrealer Qualität. Es gelingt dem Video, das imaginierte Dazwischen von Über- und Unterwasser (denn ein reales Dazwischen gibt es ja nicht) in seiner Unbeständigkeit und Unzuverlässigkeit auf wundersame Weise zu vermitteln. Hier wird in Bildern und auch im Ton die Vorstellung eines undeutlichen und doch möglichen Dazwischen deutlich."

-:- Jury
Dr. Johann Biedermann
(Institut für Slawistik der Justus-Liebig-Universität Gießen)
Christian Fleißner
(freier Tonmeister und Klangkünstler)
Bernhard Greif
(Student der Angewandten Theaterwissenschaften)

 

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