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UPCOMING
17.03. San Siro, Balalaika, Frankfurt
20.03. San Siro, Loop 5, FFM-Weiterstadt
11.06. San Siro, kümmerei, Gießen
18.-20.06. Teilnahme an Lyrikpark
11.09. Eigenart 2010
30.10. GIGUK 2010

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UPCOMING SCREENINGS
2010 April Festival Belgrade (Serbia)

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SAN SIRO
"SAN SIRO heißt das Fußballstadion in Mailand, obwohl es eigentlich "Giuseppe Meazza" heißt.
SAN SIRO ist aber auch der Name des vorliegenden Projektes von Evelyn Helbig und Wolf D. Schreiber (Klavier). Ob Fußballkunst und Klangkunst vieles gemeinsam haben, darf ruhig bezweifelt werden. Will man dennoch einen Vergleich, schneiden unsere Protagonisten schlecht ab; denn während sich im SAN SIRO zweiundzwanzig Spieler ein Instrument teilen, sind es bei SAN SIRO lediglich zwei. Gemeinsam mit nur acht Oktaven und einem Aschenbecher geben die beiden dann allerdings ein furioses Happening, dessen Spannweite die verschiedensten Kunstgattungen musikalisch zu untermalen weis.

Ob Stummfilmbegleitung, Intonationen zu Lesungen, oder Klangcollagen zu den Videoarbeiten von Wolf Schreiber: Was immer sich zur Improvisation eignet wird untermalt. Das eklektische Spiel mit den Themen ist unüberhörbar Leidenschaft. Es klingt nach Salon der Zwanziger, doch das Material ist träge und widerspenstig und so vermeint man Dada zu vernehmen. Die humoresken Verdrehungen der Melodien und Themen scheinen naiv, sind aber in ihrer Art ausgeklügelt und zeugen von musikalischem Feingespür. Wäre dem nicht so, würde die oft fragile Harmonie, die für die Dynamik der Stücke mitverantwortlich ist, nicht länger tragen.

Freunde von überraschenden Wendungen in der musikalischen Dramaturgie sind bei der Musik von SAN SIRO ebenso gut aufgehoben, wie die Liebhaber vom „cross over” in der Kunst schlechthin."
(Text: Dr. Arno Sann, Philosophiebüro Berlin)

San Siro versteht sein musikalisches Schaffen weder als Jazz- oder "akademische" Improvisation; wenn schon ein Genrebegriff unvermeidbar ist, trifft ArtRock am ehesten zu.

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DRAUSSEN VOR DER TÜR
"Das Motiv der Fotoserie “Draussen vor der Tür” sind Objekte in Galerien, betrachtet von außen durchs Schaufenster. Ich bereise Städte und durchstreife die “Galerienviertel”; eine Reise zum Kunstwerk. Dieses wird mit der Kamera aus seiner Umgebung, dem Kunstraum, herausgerissen. Der Blickwinkel von der Straße ist oft nicht frontal, sondern beispielsweise ein seitlicher. Diese Ansicht vermischt sich je nach Lichtverhältnissen mit Strassenszenen in Form von Spiegelungen und Reflexionen; die Gestaltung der Hausfassade um das Schaufenster herum schafft einen neuen Rahmen für das Werk. Mit der Aufnahme beginnt die Reise des Abbildes des Kunstwerkes, die mit einer Ausstellung in einem anderen Kunstraum ihr Ziel erreicht; und gleichzeitig Motiv und Ausgang für eine erneute Appropriation oder Reise sein könnte.

Verschiedene Aspekte sind dabei für mich interessant zu erforschen und Bestandteil dieser Arbeit. Zum einen geht es um Appropriationen; die abgebildeten Kunstwerke aus einem Blickwinkel darzustellen, für die sie nicht erschaffen wurden, der aber trotzdem Alltagsbestandteil ist. Viele Menschen werfen beim (zufälligen) Vorbeigehen nur einen flüchtigen Blick in das Schaufernster einer Galerie und betreten diese nicht. Diese Ansicht konserviere ich.

Gegenwärtig wird das Thema Copyright / Urheberrecht in allen Bereichen nicht nur der Kultur diskutiert. Meine Fotoarbeiten, obwohl von der Strasse aus fotografiert, fallen nicht unter die Panoramafreiheit. Also sind sie in gewisser Weise auch eine Form von Diebstahl und Piraterie. Eine Entführung aus dem Markt. Der Gesichtspunkt, die Bilder von Aussen zu betrachten, also den Marktplatz Galerie nicht zu betreten, selbst nicht am Markt teilzunehmen, kann als Kapitalismus- bzw. Kunstmarktkritik interpretiert werden. Schmücke ich mich mit fremden Eigentum oder ist das fotografische Festhalten meines Blickes die dominierende Eigenschaft der Werke? Dies mag jeder für sich selbst beurteilen."

"Draussen vor der Tür" ist Appropriation Art.

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BIOGRAPHY / CV
*1964 in Neuwied/Rh., since 1984 in Gießen

GROUP EXHIBITIONS
2009 International Mail-Art
2009, SKETBE, Thessaloniki (Greece)
2009 Rauschhaus, Gießen
2009 Papergirl Albany, Albany (USA)
2009 kunstinbetrieb2, Halle/Saale
2009 The Museum of Temporary Art, Tübingen
2009 Papergirl, Alte Post Neukölln, Berlin
2008 fühlst du dich auch so uninspiriert wie ich, Kümmerei, Gießen
2008 Freilichtgalerie am Goldfischteich, Gießen
2008 Spur der Fragmente, Cafe Giramondi, Gießen
2007 Fragmente der Strategie, Sala aLFaRa, Oviedo (Spanien)
2007 Strategie der Fragmente, Centro Municipal de Arte y Esposiciones, Avilés (Spanien)
2007 Nordstadtkalender, Eigenart 2007, Nordstadtzentrum, Gießen
2004 Vier Bibliotheken, kunstraum DOPPELZIMMER, Gießen
2002 Steine in Bäumen, Eigenart 2002, Zeughaus, Gießen
1991 Nervengruen, Universitätsbibliothek, Gießen
1986 Diskurs, Institut f. Theaterwissenschaften, Gießen

DUO EXHIBITIONS
2003 Tuendra, Domizil, Gießen (mit Rahmenschweißer)
1991 Der Pfeil der Zeit, Volksbank, Wetzlar (mit Jo FRGMNT Grys)
1990 Polarisationen, Gießen, Lich, Neuwied/Rh.; mit Jo FRGMNT Grys)
 
SOLO EXHIBITIONS
2009 Amok Digitalis, Kulturkeller Domizil, Gießen
2008 Gießen hinter Gitter, Nordstadtzentrum, Gießen
2008 Schwarze Pixel, weiße Pixel, Kulturkeller Domizil, Gießen
2006 Bundesliga des Alphabets, Eigenart 2006, Nordstadtzentrum, Gießen
2006 Atelier Schöne Zeiten, Gießen
2005 Fotoausstellung Transsylvanien, Kulturzeugen e.V., Gießen
1998 The Giessen CD-Collection, Music Attack, Gießen
1996 fake, Kulturkeller Domizil, Gießen

SCREENINGS
2010 Urban Research at Directors Lounge, Berlin
2010 Intervenciones TV 10, Vitoria (Spain)
2010 Madrid Abierto (Spain)
2009 GIGUK Gießen VideoArt Festival
2009 one minute film & video festival Aarau (Schweiz)
2009 plattform:[no budget] #7 - unabhängiges Medienfestival Tübingen
2008 Optica Festival Gijón (Spain)
1991 Videofestival Bochum

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